Call-in-Culture
TheoriensammlungGender StudiesFreiburger Master Gender Studies
Ebenso laden sie ein, sich zu fragen: Von welchem Standpunkt aus spreche ich? Wie nehme ich die Welt wahr? Wie beeinflusst Macht und Sprache unsere Vorstellung von Geschlecht? Wie können wir diese Vorstellung erweitern und verändern?
Außerdem regt diese Pageflow zu Gesprächen an. Fragen, Lesetipps und weitere Informationen können diesen Prozess der Auseinandersetzung bei Bedarf begleiten. Für den gemeinsamen Austausch möchte ich mit Loretta J. Ross dazu ermutigen, eine Call-in-Culture auszugestalten.
In diesem Sinne wünsche ich anregende Impulse für Dialoge und Kontroversen vielfältigster Art,
Marion Mangelsdorf
– Fachvertreterin und Dozentin
der Freiburger Gender Studies –
Vorab eine BemerkungGender Studies
Durch Informationen, die ältere Theorien in einen zeitgenössischen Kontext stellen, soll dem begegnet werden. Weitere Kontextualisierungen werden sukzessive hinzukommen, um den zeitgenössischen Diskurs dadurch weiter anzustoßen. An dieser Stelle sei betont: Geht es im Folgenden um 'Frauen' oder 'Männer' werden damit nicht Identitätszuschreibungen, sondern Kategorisierungen von Geschlechtern benannt. Diese Kategorisierungen werden in der Geschlechterforschung und in Queeren Theorien ebenso beschrieben wie auch kritisiert. Die Kritik setzt sich damit auseinander, inwiefern die dichotome Verwendung von Geschlechterkategorien wie 'Mann' und 'Frau' zur Diskriminierung dieser ebenso wie zur Diskriminierung weiterer Geschlechter beiträgt. Wie können wir Reifizierungen entgegen wirken, die nicht zuletzt Persönlichkeitsrechten zuwiderläuft?
TheoriensammlungPartizipation
Danke für's Mitgestalten!
Tipp zur Einübung von Neopronomen
Um zu üben, Menschen mit dem Pronomen anzusprechen, das sie für sich wählen, ist ein Quiz des Kölner Projekts Trans*sensibel & Fachstelle Queere Jugend empfehlenswert.
Call-in-Culture
- bedeutet, jemanden auf eine freundliche und unterstützende Weise anzusprechen, um Missverständnisse oder problematische Aussagen zu klären. Hilfreich dafür ist, zunächst einmal nachzufragen, ob eine Aussage richtig verstanden wurde.
- Es fördert die persönliche Entwicklung und hilft den Betroffenen, aus ihren Fehlern zu lernen, ohne sie öffentlich zu beschämen.
- Calling in steht einem calling out entgegen, bei dem der öffentliche Hinweis auf einen Fehler oft zu Scham und Ausgrenzung führt.
- Grenzen des calling in sind dort zu ziehen, wo Menschen absichtlich verletzende Sprache verwenden.
- ist es, einen konstruktiven Dialog und eine Kultur des Lernens zu fördern, in der Fehler als Chancen zur Weiterentwicklung gesehen werden.
- Es ermutigt zu einer respektvollen und empathischen Kommunikation.
- Es fördert eine lehrreiche Kommunikation, die das Lernen und die persönliche Entwicklung in sozialen Gerechtigkeitsfragen unterstützt.
Lesetipp & ImpulsfrageHeftklammerentfernerYōko Tawada
„In der Muttersprache sind die Worte den Menschen angeheftet, so dass man selten spielerische Freude an der Sprache empfinden kann. Dort klammern sich die Gedanken so fest an die Worte, dass weder die ersteren noch die letzteren frei fliegen können. In einer Fremdsprache hat man aber so etwas wie einen Heftklammerentferner: Er entfernt alles, was sich aneinander heftet und sich festklammert.“
Yōko Tawada 1994
Würdest du auch gerne so manche Vorstellung von Geschlecht mit einem Heftklammerentferner aus deiner Vorstellung entfernen? Welche?
Subjekt- & Identitätskritik
Paula-Irene Villa BraslavskyPostmoderne + PoststruktrualismusHandbuchartikel
Paula-Irene Villa (2008) Poststrukturalismus: Postmoderne + Poststrukturalismus = Postfeminismus? In: Becker, R., Kortendiek,B. (eds.) Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 262-266.
Paula-Irene Villa Braslavsky Postmoderne + Poststruktrualismus
Paula-Irene Villa Braslavsky Postmoderne + Poststruktrualismus
eine Zeitdiagnose.
„Waren in modernen Gesellschaften individuelle Identitäten, Biografien und soziale Stellungen mehr oder minder stark von strukturellen und institutionellen Vorgaben bestimmt (Beruf / soziale Lage, Familienstand, Wohnort, Religion, Geschlecht usw.), so sind diese inzwischen aufgrund von Individualisierungsprozessen (vgl. Beck/Beck-Gernsheim 1994) stärker individuell gestalt- und verhandelbar. Sinnstiftungs-, Deutungs- und symbolische Aushandlungsprozesse gewinnen gegenüber institutionell verankerten Traditionen und Zwängen an Bedeutung.“
Paula-Irene Villa 2008, 262
Die Postmoderne ist
eine Erkenntnisweise.
Die Postmoderne übt „Kritik an einem universalisierenden Paradigma der Deutung von Geschichte oder Gesellschaft [...]: ‚ der Fortschritt‘, ‚die Rationalität‘, ‚die Vernunft‘ usw. werden als homogenisierende Abstraktionen kritisiert, die tatsächliche Vielfalt und Widersprüchlichkeit sozial-historischer Logiken unterschlagen.“
„Subjektkritisch ist postmodernes Denken im Sinne einer anti-ontologischen Sichtweise: Wer jemand ist (Identität), ist demnach keine Frage einer ‚Essenz‘, die sich im Laufe eines Lebens entweder entfaltet oder sich verfremdet, sondern vor allem eine Frage der wechselseitigen Beziehung zwischen (sozialen, ökonomischen, kulturellen) Kontexten und deren individueller Aneignung und Gestaltung.“
Die Postmoderne übt „Kritik an normativen Letztbegründungen, insbes. in politischer Hinsicht. Was emanzipatorisch oder herrschaftsstabilisierend, was befreiend bzw. entfremdend oder was eine feministische Utopie bzw. ein anti-feministischer ‚backlash‘ ist, lässt sich demnach nicht a priori sagen, lässt sich weder eindeutig noch an sich begründen.“
Paula-Irene Villa 2008, 263–264
Paula-Irene Villa Braslavsky Postmoderne + Poststruktrualismus
Paula-Irene Villa Braslavsky Postmoderne + Poststruktrualismus
befasst sich mit der symbolischen Ordnung von Sprache.
„Sprache ist [...] nicht Abbild einer gegebenen Wirklichkeit, sondern sinn- und damit ordnungsstiftend, d.h. welterzeugend.“ [...] Das bedeutet, „auch Feministinnen sind durch diejenigen Diskurse konstituiert, die sie überwinden wollen und von denen sie sich bisweilen gedanklich und praxeologisch weit entfernt wähnen.“
Paula-Irene Villa Braslavsky, 2008, 265
Der Streit um Differenz
Der 1993 veröffentlichte Streit um Differenz hat in diesem Zusammenhang besonders große Aufmerksamkeit erfahren.
An dieser Stelle liegt der Fokus auf zwei sich wiederstreitenden Positionen: Zum einen geht es um die von poststrukturalistischen Ansätzen geprägte Position Judith Butlers und zum anderen um die feministische Kritik an der Postmoderne, wie sie Seyla Benhabib formuliert.
Literatur
Judith Butler, Seyla Benhabib, Nancy Fraser und Drucilla Cornell (1993) Der Streit um Differenz. Feminismus und Postmoderne in der Gegenwart (Kap. von Butler und Benhabib). Ffm: Suhrkamp, 9–104.
Literaturtipps zur Weiterführung des Streits um Differenz
- Petra Klug (2013). Der neue Streit um Differenz? (Queer-)feministische Perspektiven auf Islam und Geschlechterordnung. In: Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 22(2), 114-123.
- Tanja Vogler (2022) Identitätspolitiken: Queer-feministische Debatten. In Diss.: Das politische Subjekt des queeren Aktivismus. Diskurs- und Akteurskonstellationen queerer Politiken im deutschsprachigen Raum, Bielefeld: transcript, 25–47.
Grundsätzliche Subjekt- und Identitätskritik Judith Butler Der Streit um Differenz
Grundsätzliche Subjekt- und Identitätskritik Judith Butler Der Streit um Differenz
They schreibt: „Das Subjekt, das Theorien ausbildet, wird als ’theoretisierendes Subjekt’ durch eine Reihe von Ausschließungs- und Auswahlverfahren konstituiert. Denn, wer konstituiert sich als feministische Theoretikerin, deren Vorschlag, die Diskussion zu strukturieren, öffentlichen Erfolg haben wird? Ist nicht die Macht immer schon vorweg gerade in den Verfahrensweisen wirksam, die festlegen, wer das Subjekt ist, das im Namen des Feminismus spricht und zu wem es spricht? Und ist nicht auch klar, daß der Prozeß der Subjektivierung (subjectivating process), der gleichsam vor Ihren Augen ein sprechendes Subjekt der feministischen Debatte hervorbringt, einen Prozeß der Unterwerfung (subjection) voraussetzt?
Was spricht, wenn ‚ich‘ zu Ihnen spreche?
Welches sind die institutionellen Geschichten von Unterwerfung (siebjection) und Subjektivierung (subjectivation), die mich hier und jetzt in eine Position stellen? Wenn es so etwas wie die ‚Position von Butler‘ gibt, handelt es sich dann um eine Position, die ich mir ausdenke, veröffentliche und verteidige und die mir als ein akademisches Eigentum gehört? Oder werden wir nicht lediglich durch eine Grammatik des Subjekts dazu ermun-tert, mich·als Eigentümerin dieser Theorien hinzustellen?“
Judith Butler 1993, 39–40
Judith Butler & Michel Foucault
„Der Mensch ist eine Erfindung, deren junges Datum die Archäologie unseres Denkens ganz offen zeigt. Vielleicht auch das baldige Ende. [...] Man [kann] sehr wohl wetten, dass der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand.“
Michel Foucault (1974), Die Ordnung
der Dinge, Ffm: Suhrkamp, 462.
Mit diesem Satz verweist Foucault darauf, dass das Konzept des ‚Menschen’ als einem universellen Subjekt der Erkenntnis erst in der Neuzeit, etwa seit dem 18. Jahrhundert, in den Wissenschaften – insbesondere in der Biologie, Ökonomie und Linguistik – entstand ist. Seiner Ansicht nach wird dieses Konzept des Menschen nicht allzu lange Bestand haben. Posthumanistische Debatten, wie sie in dieser Pageflow an anderer Stelle auch noch zur Sprache kommen, unterstreichen Foucaults 'Verdacht'.
Seyla Benhabib
Seyla Benhabib
Die starke (postmoderne) These vom ‚Tod des Subjekts‘
„Die postmodernen Denker möchten allen essentialistischen Auffassungen vom Menschen oder der Natur zerstören [...] Tatsächlich ist der Mensch ein gesellschaftliches, geschichtliches oder sprachliches Artefakt und kein noumenales oder transzendentales Wesen [...] Der Mensch ist für immer im Gewebeder fiktiven Bedeutung gefangen, in der Kette der Bezeichnung, in der das Subjekt nur eine weitere Position in der Sprache darstellt.“
Seyla Benhabib 1993, 10
Die schwache, von Seyla Benhabib selbst vertretene These vom ‚Tod des Subjekts‘
„Die von postmodernen TheoretikerInnen fomulierten Positionen kann man zugestehen und dennoch gilt auch weiterhin, dass wir nicht bloß eine Verlängerung unserer Lebensgeschichte sind, sondern uns vielmehr gegenüber unserer Lebensgeschichte in der Position des Autors und des Darstellers befinden. Das situierte, geschlechtlich bestimmte Subjekt strebt auch dann noch nach Autonomie, wenn es heteronom* ist.“
Seyla Benhabib 1993, 14
* Heteronomie bezieht sich auf die Abhängigkeit von äußeren Einflüssen oder Autoritäten, um Entscheidungen zu treffen oder Handlungen auszuführen. Das Gegenteil wäre Autonomie, wo Menschen aus eigenen Überzeugungen und Prinzipien handeln.
Seyla Benhabib & die Kritische Theorie
„Furchtbares hat die Menschheit sich antun müssen, bis das Selbst, der identische, zweckgerichtete, männliche Charakter des Menschen geschaffen war, und etwas davon wird noch in jeder Kindheit wiederholt.“
Theodor W. Adorno und Max Horkheimer,
Dialektik der Aufklärung, Ffm: Suhrkamp 1987, 56.
Écriture feminineHélène Cixous (sie/ihr)Weibliches (queeres) Schreiben?
Literatur
Hélène Cixous (1977) „Geschlecht oder Kopf?“ In: Diess. Die unendliche Zirkulation des Begehrens, Berlin: Merve,15–45.
Literaturtipp
Die ‚écriture féminine‘, Paper von Uta Caroline Sommer und Kim Holtmann, Humboldt Universität Berlin 2016.
Hélène Cixous
Buchtipp
In dem Buch Schule des Südens. Die kolonialen Wurzeln der französischen Theorie (2024) von Onur Erdur finden sich u.a. über Hélène Cixous und Jacques Derrida, aber auch über Michel Foucault und Pierre Bourdieu interessante biografische Hinweise, die vor allem Aufschluss über die kolonialen Wurzeln ihres Lebens und Lebenswerks geben.
Hélène Cixous
Hélène Cixous
„Wenn man die Frau sucht [...] sie werden sie im Bett finden [...]“
Hélène Cixous 1977, 105
„In Grenzfällen fragen sich Frauen, ob sie existieren.“
„Sie vermag nicht, hat keine Macht [...] vom ‚sagen‘ sprechen wir gar nicht erst [...] kein Genuß, kein Wollen: Macht, Wollen, Sagen, Genießen, all das gibt es nicht für die Frau.“
Hélène Cixous 1977, 107-108
Die Frau ist abhängig vom Mann, der definiert, aktiv und produktiv ist
[...] und ohne den Mann wär sie also dieses unsexualisierte Wesen, undefiniert und undefinierbar, das sich nicht kennt [...] sie einweist, dadurch, daß er sie lehrt, was sie ohne den Mann ‚mißverstehen‘ könnte.“
„[...] daß der Mann auf eine sehr aktive Weise damit beschäftigt ist, ‚seine Frau’ zu produzieren.“
Hélène Cixous 1977, 108-109
„Man [muss] sich mit dem Paar beschäftigen, wenn man die Kultur dekonstruieren und transformieren möchte.“
Hélène Cixous 1977, 106
Hélène Cixous
Hélène Cixous
„sich nicht [...] einreden [zu] lassen, daß die Frauen gemacht sind um zuzuhören, um zu glauben und um nichts zu erfinden. Sie müßten es wagen zu sagen, was sie zu sagen hat über die Gabe, über eine gewisse Möglichkeit zu geben, die keine Gabe wäre, die nimmt, sondern eine Gabe, die gibt.
“Hélène Cixous 1977, 111
Lässt sich weibliches Schreiben auch als queeres Schreiben begreifen?
„Wenn eine Frau in der Nicht-Repression schreibt, lässt sie ihre Anderen hervortreten, ihre Menge von Nicht-Ich/s, auf eine Weise, die den Rahmen der familiären Struktur zerstört, [...] es kann sich nicht mehr denken in Begriffen der Rollenzuteilung [...], was geschieht, ist eine unendliche Zirkulation des Begehrens [...], über oder quer durch die sexuelle Differenz, aber ohne die Zusammenhänge von Macht und Generation [...].“ Das „[...] Risiko des Unberechenbaren: [...] man kann einen weiblichen Text nicht voraussagen [...] er ist also sehr verwirrend. Er ist nicht antizipierbar.“
Hélène Cixous 1977, 113
Männlichkeit – Weiblichkeit?
Raewyn Connell
„Das Konzept ‚Männlichkeit‘ „weist eine innere Relationalität auf. Ohne den Kontrastbegriff ‚Weiblichkeit‘ existiert ‚Männlichkeit‘ nicht. Eine Kultur, die Frauen und Männer nicht als Träger und Trägerinnen polarisierter Charaktereigenschaften betrachtet, zumindest prinzipiell, hat kein Konzept von Männlichkeit im Sinne der modernen westlichen Kultur.“
Raewyn Connell 2012, 157-158
Connell betont jedoch, dass das Entscheidende die Prozesshafttigkeit in der konfiguierenden Praxis von Männlichkeit versus Weiblichkeit ist.
Hegemoniale Männlichkeit Raewyn Connell
Hegemoniale Männlichkeit Raewyn Connell
Raewyn Connell 2012, 167
„In der hegemonialen Männlichkeit ist eine ‚derzeitig akzeptierte’ Strategie verkörpert. Sobald sich die Bedingungen für die Verteidigung des Patriarchats verändern, wird dadurch auch die Basis für die Vorherrschaft einer bestimmten Männlichkeit ausgehöhlt. Die Vorherrschaft jeder Gruppe von Männern kann von den Frauen herausgefordert werden. Hegemonie ist deshalb eine historisch bewegliche Relation.“
Raewyn Connell 2012, 167-168
Connell schreibt: „Sobald wir eine dynamische Sicht der Organisation von Praxis eingenommen haben, verstehen wir Männlichkeit und Weiblichkeit als Geschlechterprojekte, als Prozesse der konfigurierenden Praxis in der Zeit, die ihren Ausgangspunkt in den Geschlechterstrukturen transformieren.“
RaewynConnell 2012, 162
„Jede Form von Männlichkeit (als Konfiguration von Praxis) ist gleichzeitig in einer Reihe von Beziehungsstrukturen verortet, die durchaus unterschiedlichen historischen Entwicklungslinien folgen können. Dementsprechend ist Männlichkeit, ebenso wie Weiblichkeit, internen Widersprüchen und historischen Brüchen ausgesetzt.“
Raewyn Connell 2012, 163
Hegemoniale Männlichkeit geht einher mit weiteren Formen der Männlichkeiten: Untergeordneter (bspw. schwule Männer) und maginalisierter Männlichkeit (Männlichkeit etwa von BIPoC). Außerdem produziert die hegemoniale Männlichkeit Komplizenschaft.
„Als komplizenhaft verstehen wir in diesem Sinne Männlichkeiten, die zwar die patriarchale Dividende bekommen, sich aber nicht den Spannungen und Risiken an der vordersten Frontlinie des Patriarchats aussetzen.“
Raewyn Connell2012, 169
Betont oder toxisch weiblich?
Um aktuelle Diskussionen aufzugreifen, ist die Leseprobe des Buchs von Sophia Fritz zu empfehlen: Toxische Weiblichkeit. Für ein neues feministisches Miteinander (2024), Berlin: Carl Hanser Verlag.
Connell selber spricht konträr zum Begriff der 'hegemonialen Männlichkeit’ von ‚betonter Weiblichkeit' – 'emphasized femininity‘. Mit dem Terminus ‚toxische Weiblichkeit‘ hingegen geht Sophia Fritz darauf ein, inwiefern die patriarchalen Strukturen Verhaltensweisen nicht nur bei männlich, sondern auch weiblich sozialisierten Menschen hervorbringen, die als vergiftend in der Verbindung zu sich selbst als auch zu anderen begriffen werden können.
Geschlecht als Kontinuum
Geschlecht als Kontinuum
Literatur
Christel Baltes-Löhr (2023) „Geschlecht als Kontinuum: vier Dimensionen und ein Abschied“, in: Diess. Geschlecht als Kontinuum, Bielefeld: transcript, 73–117.
Christel Baltes-Löhr (sie/ihr – kein Pronomen)
Geschlecht als Kontinuum
Geschlecht als Kontinuum
1. „das Aufbrechen traditioneller, binär verfasster Vorstellungen von zwei getrennten und zeitlebens statischen, als unaustauschbar geltenden Geschlechterpolen und vermeidet,
2.1. dass neue binäre Polarisierungen wie z.B. zwischen Trans* versus Inter* konstruiert werden. [sowie]
2.2. neue binäre Polarisierungen, wie z.B. zwischen Cis*-weiblich/Cis*-männlich versus alle anderen sogenannten Diversen.
Geschlecht als Kontinuum eröffnet,
3. eine Sicht auf Normativität und damit auf Normalität, die deutlich macht, dass es nicht die trans*-, inter*-, a*-geschlechtlichen Personen sind, die vermeintlich ‚nicht passen‘, sondern dass die binäre Ordnung zusammen mit ihren kategorialen Vorstellungen fehler- und lückenhaft daherkommt.
Geschlecht als Kontinuum ermöglicht,
4. dass Verbindungslinien zwischen vermeintlichen Widersprüchen und Gegensätzen zwischen jedweden Geschlechtern zusammengedacht werden können und sich nicht mehr der Logik eines Entweder-oder beugen müssen; ein Sowohl-als-auch ist ebenso mit der Figur des Kontinuums zu fassen wie ein Weder-noch.
Geschlecht als Kontinuum
Geschlecht als Kontinuum
5. das Aufbrechen nicht nachweisbarer Kausalitätsannahmen zwischen Körper und Gefühl, Körper und Verhalten, Körper und Begehren, Gefühl und Verhalten, Gefühl und Begehren und jeweils umgekehrt; simplifizierende Logiken eines Wenn-dann sind aufgehoben.
Geschlecht als Kontinuum bietet
6. Raum für Selbstbestimmung und deren vielfältige Ergebnisse, ohne Vielfalt als spielerische Beliebigkeit zu diskreditieren.
Geschlecht als Kontinuum ermöglicht,
7. die Verhältnisse, Beziehungen, Interdependenzen zwischen Körper/Materie, Gefühl, Verhalten und Begehren als ambigue zu denken, zu spüren, zu lassen und gestalten zu können und damit einen neuen Umgang mit Kontingenz aufzuweisen.
Und nicht zuletzt ermöglicht Geschlecht als Kontinuum,
8. den Blick auf Intersektionalität zu erweitern, wenn Geschlecht ebenso wie race und class oder welche Sektionen auch immer, stets zusammen mit den vier Dimensionen des Kontinuums – physisch (Körper/Materie), psychisch (Kognition/Gefühle), sozial (Verhalten) und sexuell (Begehren) – gedacht werden.“
Christel Baltes-Löhr 2023, 75-81
Geschlecht als Kontinuum
Geschlecht als Kontinuum
1. physisch – Körperliche Dimension von Geschlecht als Kontinuum
„Das sogenannte biologische Geschlecht ‚sex‘ ist nicht als eindeutig zu definieren.“
Christel Baltes-Löhr 2023, 83
2. psychisch – Gefühlte Dimension von Geschlecht als Kontinuum
„Zuschreibungen und Empfindungen und mit stereotypisierenden Füllungen aufgeladene Kategorien ‚weiblich‘ und ‚männlich‘ stimmen in der scheinbaren Eindeutigkeit der stereotypisierenden Darstellung für keines der beiden Geschlechter. Ein Überblick über die psychologische Forschung zu vermeintlichen Unterschieden zwischen Frauen und Männern führt eigentlich nur zu dem Ergebnis, dass es keine Klarheit gibt.“
Christel Baltes-Löhr 2023, 93
3. Soziale Dimension von Geschlecht als Kontinuum
„Menschen jedweden Geschlechts können: emotional, rational, passiv, aktiv, einfühlsam, hart, weich, stark, der Natur und der Kultur verbunden, körperbezogen, intellektuell, abhängig, autonom, bindungsfähig, bindungsunfähig etc. werden, wenn Gesellschaften und damit wir alle hierfür Räume eröffnen bzw. nicht verschließen und Anerkennung zollen.“
Christel Baltes-Löhr 2023, 104
4. Sexuelle Dimension von Geschlecht als Kontinuum
„Sexuelles Begehren und sexuelle Orientierungen können nicht mehr mit einer binären heterosexuellen Matrix abgebildet werden.“
Christel Baltes-Löhr 2023, 113
Posthumane Performativität
Karen BaradPosthumane Performativität
Karen Barad 2003, 208
In die Reihe derjenigen, die an der Auflösung der Geschlechterdichotomien forschen, zählt auch Karen Barad als Physiker*in und Science and Technology Studies (STS)-Forschende*. Karen Barad spricht von einem Agentiellen Realismus. – Was bedeutet das für unsere Vorstellung von Geschlecht?
Literatur
Karen Barad (2003) Posthumanist Performativity: Toward an Understanding of How Matter Comes to Matter, Signs, Vol. 28,No. 3, Gender and Science: New Issues, 801–831.
Unterstützende Lektüre
Sigrid Schmitz (2014) Karen Barad: Agentieller Realismus als Rahmenwerk für die Science & Technology Studies. In: Lengersdorf, D., Wieser, M. (eds.) Schlüsselwerke der Science & Technology Studies. Springer VS, Wiesbaden, 279–291
Posthumane Performativität
Posthumane Performativität
"Representationalism has received significant challenge from feminists, poststructuralists, postcolonial critics, and queer theorists. The names of Michel Foucault and Judith Butler are frequently associated with such questioning. (…) Representationalism is so deeply entrenched within Western culture that it has taken on a commonsense appeal. It seems inescapable, if not down right natural. But representationalisrn (like 'nature itself’, not rnerely our representations of it!) has a history.“
Karen Barad 2003, 190
"If performativity is linked not only to the formation of the subject but also to the production of the matter of bodies, as Butler' s account of 'materialization' and Haraway's notion of 'materialized refiguration' suggest, then it is all the more important that we understand the nature of this production. Foucault's analytic of power links discursive practices to the materiality of the body. However, his account is constrained by several important factors that severely limit the potential of his analysis and Butler's performative elaboration, thereby forestalling an understanding of precisely how discursive practices produce material bodies.“
Karen Barad 2003, 194
"Representationalism separates the world into the ontologically disjoint domains of words and things, leaving itself with the dilemma of their linkage such that knowledge is possible. If words are untethered from the material world, how do representations gain a foothold?“
Karen Barad 2003, 191–192
"On an agential realist account, discursive practices are specific material (re)configurings of the world through which local determinations of boundaries, properties, and meanings are differentially enacted. That is, discursive practices are ongoing agential intraactions of the world through which local determinacy is enacted within the phenomena produced. Discursive practices are causal intra-actions – they enact local causal structures through which one 'component' (the 'effect') of the phenomenon is marked by another 'component' (the 'cause') in their differential articulation. Meaning is not a property of individual words or groups of words but anongoing performanceof the world in its differential intelligibility.“
Karen Barad 2003, 205–206
Posthumane Performativität
Posthumane Performativität
streicht folgende Punkte bei Karen Barad besonders heraus:
"In 'Meeting the Universe Halfway’ (2007) schlägt Barad eine Interpretation der Quantenphysik vor, die nicht nur die Grenzen von Physik und Philosophie überschreitet und Dualismen von menschlich/nicht-menschlich, Geist/Materie,Natur/Kultur hinterfragt, sondern auch Fragen nach dem konstitutiven Verhältnis von Subjekten und Objekten des Wissens in einen neuen Kontext stellt.“
Sigrid Schmitz2014, 279
Der Ausgangspunkt der baradschen Konzeption des Agentiellen Realismus, also einer wirkmächtigen Realität, ist das Bestreben, Materie und materielle Körper als relevante Beteiligte kritisch in den feministischen Diskurs zurückzuholen."
Sigrid Schmitz 2014, 283
"Agency* ist demzufolge nicht als eine Eigenschaft zu verstehen, die menschliche oder auch nicht-menschliche Entitäten besitzen können, sondern als ein Tun (doing), also als eine Tätigkeit, oder anders gesagt als eine wirkungsmächtige Praxis. (...) Ins Zentrum des Agentiellen Realismus stellt Barad den Begriff der Intra-Aktion (intra-action): ein, in Abgrenzung zum Begriff der Inter-Aktion verfasster Neologismus. Statt auf interagierende Akteure zu fokussieren (wie z. B. Latour in seiner Akteur-Netzwerk-Theorie oder Donna Haraway in ihrem Konzept des situierten Wissens) seien es die Prozesse der Wechselwirkungen, durch die sich weltliche Phänomene erst realisieren. Es gibt im baradschen Sinne also keine ,Dinge‘ an sich, keine abgrenzbaren ontologischen Entitäten mit inhärenten Eigenschaften. Stattdessen materialisieren sich Phänomene erst durch dynamische Intra-Aktionen, in denen Diskurse und bedeutungsgenerierende Tätigkeiten, technische Apparaturen, Subjekte und materielle Komponenten beteiligt und verwoben sind.“
Sigrid Schmitz 2014, 284
* Agency lässt sich mit Wirkungs- und Handlungsmacht übersetzen.
Kulturkolonialismus
Kulturkolonialismus
Literatur
Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela (2019) Kulturkolonialismus und postkoloniale Kritik: Perspektiven der Geschlechterforschung, in: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, KatjaSabisch (Hrsg.) Geschlecht und Gesellschaft, Wiesbaden: Springer Fachmedien, 1–10.
Patricia Hill Collins (1993) Schwarzer Feminismus. Theorie und Politik afroamerikanischer Frauen. Aus dem US-Amerikanischen Englisch von Barbara Vogt, Berlin: Orlanda Frauenverlag, 9–52.
Repräsentationskritik Kulturkolonialismus
Dhawan/Varela schreiben: „Poststrukturalistische Herangehensweisen haben die Kritik an westlichen Epistemologien angeregt und zum Verstehen eurozentrischer Gewalt beigetragen, indem sie u. a. die Gewaltförmigkeit von Sprache, Diskursen und Repräsentationspolitiken skizzieren halfen und, wichtiger noch, das Projekt der Aufklärung kritisch hinterfragten.“
Dhawan und Varela 2019, 2
„Die Gewalt an Frauen und ihre Unterdrückung in den kolonisiertenTerritorien stellen bereits zu Beginn der Kolonisierung eine wichtige Legitimation für die Etablierung imperialistischer Herrschaften dar.“
Dhawan und Varela 2019, 1
Kulturkolonialismus
Kulturkolonialismus
Dhawan und Varela 2019, 2
„Zudem haben postkoloniale Queer-Feministinnen aufgezeigt, dass der Orient für Europa als ein Ort verbotener sexueller Praxen imaginiert wurde. Nicht zufällig wurde die koloniale Eroberung als Vergewaltigung fantasiert, bei der der Orient als vom männlichen Westen ‚penetrierte Frau‘ beschrieben wurde. Kolonien waren, wie McClintock pointiert bemerkt, ‚porno-tropics‘ (1995, S. 22) für die europäische Imagination: Verbotene sexuelle Fantasien und auch Ängste konnten aufgrund der imperialistischen Expansion auf die ‚Tropen‘ verlegt und ausgelebt werden.“
Dhawan und Varela 2019, 6
Ihren Aufsatz beenden Nikita Dhawan und María do Mar Castro Varela mit der Mahnung: „Erstrebenswert ist nicht eine unkritisch formulierte ‚globale Schwesternschaft‘ (kritisch hierzu Spivak 2007), sondern eine genaue Analyse historisch gewachsener globaler und sozialer Ungerechtigkeiten sowie die permanente (Neu-)Auslotung der (Un-)Möglichkeit für transnationale Solidarität.“
Dhawan und Varela 2019, 9
Ein Satz, der den kommenden Part dieser Pageflow zum Schwarzen Feminismus sehr gut einleitet und rahmt.
Exkurs Standpunkttheorie
Exkurs Standpunkttheorie
Standpunkttheorien „verweisen auf die Perspektiven und (Ohn-) Machtpositionen, die sich aus einem bestimmten (historischen, kulturellen und vergeschlechtlichten) Standpunkt heraus ergeben. Strukturen, Verhaltensweisen, ein doing gender, das weiße westliche Männer der Mittelklasse selbstverständlich ausgestalten, erweisen sich für Frauen, ethnische Minderheiten oder Menschen anderer Schichten hauptsächlich als problematisch. In feministischen Standpunkttheorien wird darüber reflektiert, wie unterschiedliche Menschen an der Entwicklung von wissenschaftlichen Epistemologien teilhaben können. Über Barrieren und mögliche Überwindungsstrategien wird nachgedacht: auf struktureller, symbolischer und individueller Ebene. Patricia Hill Collins sensibilisiert in diesem Zusammenhang seitens der Women of Color für Machtpolitiken in der Produktion von Wissen und ‚Wahrheit’.“
Von einer starken Objektivität
„sprechen Theoretiker_innen der Feminist Science and Technology Studies (FSTS), wenn Forschende die vermeintliche Neutralität, das heißt Objektivität ihres Standpunktes, nicht unhinterfragt behaupten. Erkenntnis ist immer schon abhängig vom Subjekt, das forscht. Deswegen unterscheiden die beiden Naturwissenschaftstheoretikerinnen Sandra Harding und Donna J. Haraway zwischen Positionen einer schwachen und einer starken Objektivität. Schwach ist die Objektivität, wenn die eigene Subjektposition – der male bias der Wissensproduktion – nicht reflektiert, stark, wenn sie mitbedacht wird. Marginalisierte Personen sind danach eher dazu befähigt, eine starke Objektivität voranzutreiben, da sie den ‘god-trick‘ (Haraway) vermeintlicher Objektivität hinterfragen. Harding spricht in diesem Sinne von einer ‘strong objectivity’, Haraway von einem ’situated knowledge‘.“
Marion Mangelsdorf (2019) Handreichung zum BMBF-Projekt Gendering MINT. Vernetzung und Austausch von Gender-Perspektiven in den Natur- und Technikwissenschaften, Freiburg, 10.
Weiterführende Literatur
Sandra Harding (2004) The Feminist Standpoint Theory Reader Intellectual and Political Controversies, New York/London: Routledge.
Schwarzer Feminismus
Schwarzer Feminismus
Patricia Hill Collins 1993, 21
Im Sinne einer solchen Standpunkttheorie ds Schwarzen Feminismus setzt Patricia Hill Collins folgende vier Grundsätze gegenüber:
1. Grundsatz eurozentrischen maskulistischen Verfahren der Erkenntnisvalidierung:
Distanziertheit der Forschenden vom‚Objekt‘ der Untersuchung.
Patricia Hill Collins 1993, 24
Dem gegenüber steht in einer afrozentrischen feministischen Epistemologie:
Schwarze Frauen berufen sich „auf konkrete Erfahrung als Glaubwürdigkeitskriterium, wenn sie Behauptungen äußern.“
Patricia Hill Collins 1993, 28
„Indem afrikanisch-amerikanische Frauen auf das Konkrete Wert legen, berufen sie sich … nicht nur auf eine afrozentrische Tradition, sondern ebenso auf eine Frauentradition.“
Patricia Hill Collins 1993, 302
2. Grundsatz eurozentrischen maskulistischen Verfahren der Erkenntnisvalidierung:
Abwesenheit von Emotionen im Forschungsprozeß.
Patricia Hill Collins 1993, 24
Dem gegenüber steht in einer afrozentrischen feministischen Epistemologie:
Die Praxis des Dialogs, die tief in der oralen Tradition der afrikanisch-amerikanischen Kultur steht.
Patricia Hill Collins 1993, 32
„Viele intellektuelle Schwarze Frauen berufen sich auf die Beziehungen und die Verbundenheit, die der Dialog bietet.“
Patricia Hill Collins 1993, 33
3. Grundsatz eurozentrischen maskulistischen Verfahren der Erkenntnisvalidierung:
Negierung von Ethik und Werten im Forschungsprozeß.
Patricia Hill Collins 1993, 24
Dem gegenüber steht in einer afrozentrischen feministischen Epistemologie: Eine Ethik der Anteilnahme. Diese fordert, „daß bei der Validierung von Erkenntnissen persönliche Expressivität, Emotionen und Empathie im Mittelpunkt stehen. (…) Gefühle zeigen, daß Sprechende an die Gültigkeit eines Arguments glauben.“
Patricia Hill Collins 1993, 354.
4. Grundsatz eurozentrischen maskulistischen Verfahren der Erkenntnisvalidierung:
Streitgespräche gelten als bevorzugte Methode zur Ermittlung der Wahrheit.
Patricia Hill Collins1993, 24
Dem gegenüber steht in einer afrozentrischen feministischen Epistemologie:
Die Ethik der persönlichen Verantwortlichkeit. „Menschen sollen ihre Erkenntnisse nicht nur im Dialog entwickeln und so vortragen, daß ihr Beteiligtsein an ihren Gedanken spürbar wird, sondern es wird darüber hinaus erwartet, daß sie für ihre Wissensbehauptungen Verantwortung übernehmen.“
Patricia Hill Collins 1993, 38
Impressum
Impressum
Die Sammlung versteht sich als work-in-progress und wird stets weiter aktualisiert.
Freiburg 8. Februar 2016
Bildnachweis
Alle Fotos wurden unter iStock heruntergeladen. Weitere Rechte werden im Folgenden kapitelweise angegeben:
- Call-in-Culture: © melitas & nadia_bormotova
- Subjekt- & Identitätskritik: © Viktoriia Miroshnikova
- Männlichkeit – Weiblichkeit?: © Alina Kotliar & melitas
- Geschlecht als Kontinuum: © Viktoriia Miroshnikova
- Posthumane Performativität: © Deni Prasetya; Teilchen/Welle-Figur: © Julie Peters und Wyn Tiedmers (die Figur ist ein Auschnitt aus einem Grafic Recording, das im Rahmen eines Freiburger Workshops mit der Physiker*in und STS-Forscher*in Prof. Dr'*in Helene Götschel stattfand. Dieser Workshop war Part des BMBF-Projekts Gendering MINT)
- Kulturkolonialismus: © Tharun15
- Impressum: © melitas

